Rhino Import & Export

Das Standard Dateiformat von Rhino ist *.3dm und *.3dmbak (Backupformat).
Rhino kann aber wesentlich mehr Formate lesen und schreiben, also im- und exportieren.
Die gängigsten Formate sind:

Vektor

*.dwg drawing
*.dxf drawing exchange format
*.ai adobe illustrator artwork
*.pdf portable document format

Pixel

*.jpeg joint photogr. experts group
*.tiff tagged image file format
*.png portable network graphic
*.bmp bitmap

3D

*.3ds 3dsMax Format
*.obj Object
*.3dm Rhino 3D Model
*.STL Stereolithography

Import von Vektor/3D Dateien

Der Import von Dateien funktioniert am einfachsten per drag and drop.
Rhino stellt euch dann unterschiedliche Importoptionen zur Verfügung:

Open öffnet die Datei in einem neuen Rhinodokument.
Insert fügt die Datei als Blockinstanz oder Gruppe dem aktuellen Dokument hinzu.
Import öffnet die Datei im aktuellen Dokument.
Attach erzeugt eine sogenannte Worksession/Arbeitsgruppe, in der die angefügte Datei als Referenz nicht direkt bearbeitbar ist.

Import von Pixel Dateien

Das Importfenster ändert sich bei drag and drop von Bilddateien:

Picture erzeugt einen skalierbaren Bildrahmen, dessen Größe ihr beliebig ändern könnt, während sich die importierte Bilddatei stets an die neue Größe anpasst.
Wallpaper öffnet das Bild als Hintergrund für den aktiven Viewport. Die Option eignet sich für die Ausrichtung einer Perspektive in entsprechender Umgebung.
Environment benutzt das Bild als Umgebungsbelichtung für Renderings mit dem Rhino Renderer.
TexturePalette fügt das Bild als Rendermaterial hinzu.

Export für den 3D Druck

Um eure Datei für den 3D Druck vorzubereiten, müsst ihr zunächst das Druckvolumen des jeweiligen 3D Druckers einhalten (z.B. Gipsplotter in der TU Modellbauwerkstatt 203 x 254 x 203 mm). Ihr solltet alle zu druckenden Objekte in eine neue Rhinodatei kopieren und auf euren Modellbaumaßstab skalieren.

Export als screenshot

Die Befehle screenCaptureToClipboard bzw. screenCaptureToFile ermöglichen es euch, den angewählten Viewport in die Zwischenablage zu kopieren bzw. als Bilddatei abzuspeichern.

Export für 2D Bearbeitung

Idealerweise ist für die Weiterbearbeitung in 2D zunächst ein make2D notwendig. Der Befehl erstellt eine Linienzeichnung eurer Auswahl, egal ob orthografisch (Grundriss, Ansicht, Schnitt) oder perspektivisch.
Zum Export markiert ihr die Objekte und wählt unter File den Befehl export selected.
Beim Export zu *.dwg und *.dxf sorgt die Option „2004 Polylines“ für gute Exportergebnisse, die ihr auch für den Lasercutter nutzen könnt.
Der *.ai Export ermöglicht die Einstellung eines zu exportierenden Maßstabs. Alternativ kann die Option Snapshot of current view für einen maßstablosen Export verwendet werden.

Druck

Auch wenn das direkte Drucken aus Rhino heraus für tatsächliche Abgaben nicht empfehlenswert ist, verfügt das Programm über einen guten Druckdialog (strg + p), mit dem ihr schnell und unkompliziert Druckergebnisse in der Konzeptphase erzeugen könnt. Über die Wahl des Rasteroutputs und der Displayfarbe könnt ihr die Viewportanzeige eins zu eins drucken. Im Beispiel ist als Displaymodus Arctic (ab Rhino 6 voreingestellt) gewählt. Unter Options / Views könnt ihr eigene Displaymodi erstellen und bestehende verändern.
Für die weitere Bearbeitung mit Handskizzen, den Druck für Korrekturen oder als Vorlage für den Modellbau bietet es sich an, direkt aus Rhino im Maßsstab zu drucken. Auch hier können unterschiedliche Displaymodi gewählt werden. Den Maßstab könnt ihr über das Dropdown-Menu einstellen oder direkt eintippen. Via Window – Set könnt ihr den Druckbereich im Modell neu setzen.

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