Rhino Interface & Navigation

Menu

Das Menu sollte aus allen anderen Programmen bekannt sein. Hier habt ihr einen thematisch sortierten Zugriff auf alle Befehle und Funktionen.

Status

An dieser stelle seht ihr auf einen Blick die aktuellen Koordinaten der Maus und die Einheit in der ihr arbeitet.
Rhino arbeitet mit zwei unterschiedlichen Koordinatensystemen die ihr euch unten links (World/CPlane) anzeigen lassen könnt. Beide sind unendlich, es empfiehlt sich aber in der Nähe des Nullpunktes zu arbeiten.
Das World-System besitzt einen unveränderlichen Nullpunkt. Das CPlane-System hat einen veränderlichen Nullpunkt und ihr könnt euch mehrere, unterschiedliche CPlanes erstellen und abspeichern (siehe Named CPlanes Panel). Die Commandline arbeitet immer mit dem CPlane-System.

Sidebar

Über die Sidebar habt ihr genau wie über die Menuleiste und die Befehlszeile Zugriff auf alle Befehle. An dem kleinen Pfeil unten rechts erkennt ihr, ob sich unter dem Befehl noch weitere Unterbefehle verstecken. Diese Flyouts lassen sich abdocken und beliebig auf der Arbeitsfläche positionieren.

Toolbar

Die Shelves bieten für bestimmte Aufgaben thematisch gegliederte Befehle. Bei einigen ändert sich die Sidebar gleich mit, sodass ihr einen möglichst großen Überblick über die Commandbuttons habt.
In der Regel versuchen wir jedoch – um schneller arbeiten zu können – die Befehle über Shortcuts und Aliases über die Tastatur einzugeben. Der Reiter steht deswegen meist auf Standard.

Befehlszeile

Die Befehlszeile ist eines der zentralen Elemente, das ihr immer im Auge behalten solltet. Hier gebt ihr Befehle (oder Abkürzungen bzw. Aliases für Befehle ein), bekommt Optionen der Befehle angezeigt, könnt diese auswählen/einstellen und erhaltet Rückmeldungen nach Ausführung des Befehls. Zum Beispiel wird euch hier nach einer Längen- oder Flächenabfrage das Ergebnis angezeigt oder ob ein Befehl ausgeführt werden konnte und evtl. warum nicht.

Panels

Die Panels könnt ihr frei anordnen und zusammenstellen. Das Layerfenster sollte immer sichtbar sein. Über das kleine Zahnrad könnt ihr zusätzliches Panels aktivieren und sie feststellen um ein versehentliches Verschieben zu verhindern.
Wir empfehlen euch Properties, Layer, Named Views und Help zu aktivieren.

Objektfang

Hier stellt ihr die einzelnen Objektfänge an oder aus. Project projiziert alle gefangenen Punkte auf die Konstruktionsebene, Disable deaktiviert alle Snaps.

End – Endpunkte
Near/Nächst – nah/ungenau
Point/Punkt – Punkte
Mid/Mitte – Mittelpunkt
Cen/Zen – Zentrum (z.B. Kreis)
Int/Sch – Schnittpunkt
Perp/Lot – Lotrecht

Viewports

Standardmäßig seht ihr vier Viewports. Eine View kann parallel (top, bottom, front, back, right, left, isometric) oder perspektivisch (perspective, two point perspective) sein. Die Navigation im Viewport variiert zwischen parallelem und perspektivischem Modus. Euren derzeitigen Blickwinkel bzw. Ausschnitt könnt ihr unter Named Views abspeichern. In welcher View oder Named View ihr euch befindet, seht ihr oben links im Viewport.

View

Per Rechtsklick auf den Viewportnamen (oben links) könnt ihr den Viewport wechseln oder die Darstellungsart im jeweiligen Viewport verändern.

Wireframe/Gitternetz –
Standardeinstellung. Reine Linienansicht

Shaded/Schattiert –
am besten zum Modellieren geeignet

Rendered/Gerendert –
mit Licht/ohne Kanten

Ghosted/Halbtransparent –
auch gut zum modellieren geeignet

Pen/Bleistift –
Linienzeichnung auf weiß

Die Viewports sind in der Größe frei verstellbar, ihr könnt euch also alles so hinschieben wie ihr es braucht. Um einen Viewport zu vergrößern und nur diesen zu sehen macht ihr einfach einen Doppelklick auf den Namen des Viewports. Mit dem Befehl Fullscreen seht ihr eure Viewports im Vollbildmodus.

Toggle

Grid Snap – Fangpunkte am Grid ein/aus

Ortho – stellt zum Zeichnen den 90° Winkel fest. Funktion kann temporär mit der shift Taste eingeschaltet werden

Planar – zeichnet nur noch in der Ebene

Osnap – stellt die Fangpunkte ein/aus

SmartTrack – intelligente Hilfslinien, erscheinen nach kurzem Halten auf z.B. dem Eckpunkt eines Objekts. (Funktioniert nur mit Osnaps)

Gumball – Der Gumball ist ein alternatives Transformationswerkzeug und vereint die Befehle scale1d, move, copy und rotate.
Objekte können mit dem Gumball sowohl frei verändert werden indem die unterschiedlichen Regler intuitiv verschoben, als auch definiert verändert werden, indem ein nummerischer Wert nach einfachem Klick auf Verschiebungspfeil, Drehbogen oder Skalierungsgriff eingegeben wird.

Record History – merkt sich eine Befehlsfolge und spielt diese bei Änderung der Grundgeometrie erneut durch.

Filter – Filter, mit denen Ihr die Auswahl z.B. auf Linien oder Punkte beschränken könnt

Panels

Layer / Ebenen

Eure 3D Modelle und Zeichnungen werden in Ebenen organisiert und manuell kategorisiert. Das Layer Panel zeigt eure Layer und bietet einige Bearbeitungsfunktionen. Mit einem Doppelklick auf einen Layer wird dieser aktiviert, alle neu erstellten Objekte werden diesem Layer zugewiesen. Bereits erstellte Objekte könnt ihr über das Kontextmenü (Rechtsklick) einem anderen Layer zuweisen. Eine vernünftige Struktur von Beginn an zahlt sich bis zum Ende des Projektes aus, insbesondere beim Rendern oder in der Weiterarbeit mit Photoshop und Illustrator.

Properties / Eigenschaften

Wenn kein Objekt angewählt ist, findet ihr hier Eigenschaften des aktiven Viewports. Name, Auflösung, Projektionsart sowie Brennweite und Position der Kamera und des Kameraziels. Alle Werte können verändert werden.
Ist ein Objekt ausgewählt, zeigen euch die Properties die Art des Objektes, den Layer und objektspezifische Parameter an. Die spezifischen

Named View

Häufig ist es nötig einen bestimmten Blickwinkel in einem perspektivischem Ausschnitt bzw. in einem orthografischen Viewport zu sichern, um beispielsweise ein make2d aus immer dem gleichen Winkel herzustellen. Das NamedView Panel kann den momentanen Viewport unter beliebigem Namen abspeichern. Die named view wird mit der Rhino Datei gespeichert und ist durch Doppelklick in jedem Viewport-Fenster abrufbar.

Named CPlane

Das Panel NamedCPlane funktioniert genau wie das Panel NamedView. Es speichert von euch eingerichtete Konstruktionsebenen unter beliebigem Namen ab und macht sie im Panel jederzeit abrufbar.

Navigation

In den orthogonalen Viewports (Top, Bottom, Left, Right, Front, Back) bewegt ihr euch mit der gedrückten rechten Maustaste hin und her pan und mit dem Mausrad näher ran und weiter weg zoom. Alternativ zum Mausrad funktioniert auch strg + rechte Maustaste + ziehen.
Im perspektivischen Viewport funktioniert der Zoom genauso mit dem Mausrad, mit der gedrückten rechten Maustaste dreht ihr euch um einen Punkt im Raum (orbit) und mit shift + rechte Maustaste bewegt ihr euch parallel zu diesem Punkt (pan).

Wenn ihr während des orbiten shift drückt, wird die Bewegungsrichtung horizontal oder vertikal festgestellt.

Gumball

Das Gumball Widget wird über die Toggles ein- und ausgeschaltet und ist ein alternatives Bewegungs- und Transformationswerkzeug.
Objekte lassen sich mithilfe des Gumball bewegen, skalieren, rotieren und erweitern. Standardmäßig befindet sich das Widget im Zentrum des ausgewählten Objektes. Mit dem Menüball oder über denn Befehl relocateGumball lässt es sich aber verschieben – das funktioniert am besten mit eingeschalteten OSnaps. GumballReset setzt ihn wieder an die Ursprungsposition.
Jede Transformation lässt sich entweder durch ziehen (klicken + halten) oder durch einfachen Klick und der Eingabe eines nummerischen Wertes herstellen.

Das Quadrat in den Farben zweier Achsen (z.B. rot / grün) ist ein Verschiebungswerkzeug, das in zwei Richtungen funktioniert. Die Skalierungsgriffe skalieren die Auswahl in die jeweilige Richtung, die Eingabe ist ein Multiplikator (1,5 = 150%). Per shiftklick könnt ihr dreidimensional skalieren.Die Eingabe an den Drehbögen wird in Grad gemacht.
Drückt ihr vor dem Verändern einer Auswahl alt wird die Veränderung als Kopie erstellt.
Per strg + shift + Linksklick auf eine Fläche oder eine Kante könnt ihr diese auswählen und mit dem Gumball z.B. mit Ziehen und strg extrudieren.

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